Gedächtnis: Wie funktioniert das?

 

Freitag, 15. April 2016

  Illustration RWTH Aachen

Zum Thema

In der Vorlesung geht es um das Thema „Gedächtnis“, also um die Fähigkeit Informationen aufnehmen, speichern und wieder abrufen zu können. Obwohl wir das Gedächtnis jeden Tag in der Schule und auch in der Freizeit ständig brauchen, machen wir uns kaum Gedanken darüber, wie es eigentlich funktioniert. Wir nehmen es einfach als gegeben hin, dass wir Dinge lernen und auch wieder erinnern können. Nur wenn das Gedächtnis versagt, sind wir irritiert. Dann wird uns bewusst, dass das Speichern und Abrufen von Informationen doch nicht so einfach ist und wir viel Zeit aufbringen müssen, um etwas richtig gut behalten zu können.

In der Vorlesung schauen wir uns das Gedächtnis und seinen Aufbau genauer an. Wir werden sehen, dass es verschiedene Gedächtnisse gibt und dass das Gedächtnis nicht wie ein Fotoapparat oder eine Computerfestplatte funktioniert. Wir werden lernen, dass Vergessen normal ist, und dass Menschen aktiv die Aufnahme von Informationen gestalten. Dadurch können wir auch Strategien entwickeln, die uns beim Erinnern von Informationen helfen.

 
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Kinderuni: Gedächtnis – Wie funktioniert das?
 

Der Dozent

Siegfried Gauggel ist seit 2004 Universitätsprofessor für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie am Universitätsklinikum der RWTH Aachen. Er beschäftigt sich in seiner Forschung mit psychischen Erkrankungen, insbesondere mit dem Phänomen der Krankheitseinsicht.

Herr Gauggel hat in Konstanz Psychologie studiert und dort auch sein Diplom erworben. Nach dem Studium hat er zuerst in einem psychiatrischen Forschungsprojekt gearbeitet und war dann vier Jahr in einer neurologischen Rehabilitationsklinik als Klinischer Psychologe tätig. Er hat an der Freien Universität in Berlin mit einer Studie zu den Auswirkungen von bestimmten Hirnschädigungen auf die Handlungskontrolle promoviert und wurde 2000 zum Professor für Klinische Psychologie an der TU Chemnitz ernannt. 2004 wechselte er zur RWTH Aachen.