Was es alles am Himmel zu sehen gibt

 

Freitag, 11.10.2013

  Thomas Hebbeker Urheberrecht: Martin Lux

Zum Thema

Im Herbst, wenn es am frühen Abend schon langsam wieder dunkel wird und die Wolken den Blick nicht verschleiern, können wir zusehen, wie der Mond aufgeht und eine Vielzahl Sterne am Himmel blinken. Aber sind es nur Mond und Sterne, die leuchten? Auch Flugzeuge und sogar Satelliten kann man mit dem bloßen Auge sehen, mit etwas Glück auch Sternschnuppen. Und vielleicht auch Planeten oder Kometen?

Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wir mit unserem bloßen Auge in der Dunkelheit entdecken können und wie wir uns mit einem Fernglas dabei helfen können. Es gilt, gemeinsam den Nachthimmel zu entdecken und auch zu diskutieren, was man da eigentlich genau sieht.

Außerdem wird in der Vorlesung gezeigt werden, wie Astronomen, also die Wissenschaftler, die sich mit Himmelskörpern beschäftigen und deren Eigenschaften erforschen, den Nachthimmel beobachten. Es werden Teleskope gezeigt, ihre Funktionsweise vorgeführt und erklärt, wieso man damit sogar bis in die Tiefen des Weltalls schauen kann, und warum man dann noch viel mehr entdecken wird, als man mit dem bloßen Auge sehen kann.

Vielleicht schon auf dem Weg nach Hause, nach dem Vortrag, auf jeden Fall aber später, an klaren Herbst- oder Winterabenden, kann man dann selbst schauen, was es alles am Nachthimmel zu entdecken gibt.

Der Dozent

Thomas Hebbeker hat an der RWTH Aachen Physik studiert und anschließend an der Universität Hamburg seine Doktorarbeit über Elementarteilchen geschrieben, also die kleinsten Teilchen die wir kennen, während die größten Objekte des Universums ja von den Astronomen untersucht werden. 1994 übernahm er eine Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin, bevor er 2001 Leiter des III. Physikalischen Instituts A der RWTH Aachen wurde. Er arbeitet an großen Teilchenbeschleunigern in Europa und in den USA, insbesondere am Forschungszentrum CERN in Genf, Schweiz. Dort wurde im Jahr 2012 mit Aachener Beteiligung ein neues Elementarteilchen, Higgs genannt, entdeckt. Zusätzlich forscht er in der Astroteilchenphysik und untersucht mit seinem Team an einem Observatorium in Argentinien Teilchen die aus dem Universum auf die Erde treffen. Als Hobbyastronom beobachtet und fotografiert er selbst den Himmel und veröffentlicht Artikel in Astronomie-Zeitschriften