Kommunikation zwischen Lebewesen: Von der ältesten Fähigkeit zu zukünftigen Herausforderungen

 

Freitag, 12.7.2013

  Kinderuni am 13. Juli 2014 Urheberrecht: Martin Lux

Zum Thema

Kommunikation, der Austausch von Informationen, gehört zu den ältesten Fähigkeiten der Lebewesen. Kommunikation ist allgegenwärtig und bildet die Grundlage unseres sozialen Miteinanders. Im Laufe der Evolution haben wir viele sehr wirkungsvolle Kommunikationsprozesse entwickelt, die wir - mit und ohne Sprache - nutzen können und die uns helfen, Informationen über uns auszutauschen. Kommunikative Prozesse finden im Alltag und im Berufsleben auf verschiedensten Ebenen statt, sie verändern sich in verschiedenen Situationen und in Abhängigkeit unseres Gegenübers.

Was aber, wenn wir nicht mehr direkt miteinander, sondern über elektronische Medien kommunizieren? Wie verändert sich die Kommunikation durch den Einsatz digitaler Medien und vernetzte Kommunikation? Und wie sieht die Zukunft aus? Kann unsere Umgebung, also Räume, Möbel und Stadtquartiere ebenfalls kommunikative Funktionen übernehmen?

Im Vortrag werden grundlegende Funktionen der Kommunikation besprochen und anhand neuer Forschungsergebnisse gezeigt, wie sich unsere Kommunikation durch den Einsatz moderner Medien verändert.

Die Dozentin

Martina Ziefle hat an den Universitäten Würzburg und Göttingen Psychologie studiert. Ihre Promotion an der Universität Fribourg in der Schweiz befasste sich mit einer Fragestellung aus der Wahrnehmungs- und Neuropsychologie. Während ihrer Habilitation an der RWTH Aachen beschäftigte sie sich mit digitalen Medien im Arbeitsalltag und dem „Lesen am Bildschirm“. Nach ihrer Habilitation war Martina Ziefle als Hochschuldozentin an der westfälischen Wilhelmsuniversität in Münster, bevor sie 2008 eine Professur am Human-Technology-Center der RWTH Aachen übernahm und 2010 auf den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft am Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft berufen wurde. Martina Ziefle ist eine der Gründungsdirektoren des Human-Computer Interaction Center, kurz HCIC, an der RWTH. Das Center vereint eine interdisziplinäre Gruppe, die integrative Anforderungen an eine menschgerechte Technologie untersucht.

Schwerpunkt der Forschung ist der Umgang mit neuen, mobilen Technologien und ihr nutzerzentrierter Einsatz in der Interaktion und Kommunikation zwischen Mensch und Technologie. Aktuelle Projekte befassen sich mit der Akzeptanz erneuerbarer Energien, der Gebäudenavigation mittels mobiler Technologien oder der Gestaltung der Lebensqualität in Stadtquartieren.